Degenhartt Consulting - Blog: Bank im Wald

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Wertvolle und amüsante Einblicke aus dem Alltag eines Personalberaters

Date 2 im Recruiting-Prozess: Das Onboarding

von Dr. Stefanie Degenhartt

Erstes Date: spannend. Zweites Date: entscheidend.

Im Recruiting nennt man das Onboarding.

 


Viele Unternehmen investieren Herzblut, Zeit und ordentlich Budget ins Recruiting. Manchmal fühlt es sich fast an wie Speed-Dating mit Excel-Sheets. 

Doch kaum ist der Vertrag unterschrieben, sinken Aufmerksamkeit und Interesse für den Neuen oder die Neue. Die IT bringt vielleicht das Laptop vorbei, das Passwort kommt per Mail ebenso wie der Link ins Intranet, wo alles niedergeschrieben ist, was man als neuer Mitarbeiter über das Unternehmen wissen muss. Fertig. Onboarding erledigt. Mann, das war ja einfach. Aha. Das Laptop ist immer noch nicht da? Tag 5? Ok, ah, hm, der Mitarbeiter aus der IT, der diese Aufgabe übernommen hat, ist noch in Urlaub. 

Erkennen Sie sich oder Ihr Unternehmen wieder? 

Und dann wundern wir uns, warum das neue Talent nach drei Monaten wieder von Bord springt.

Die Wahrheit: Nicht die Stellenanzeige oder das Gehalt entscheidet über Bindung und Ankommen im Unternehmen, sondern das Onboarding.

Gerade in hochregulierten Branchen wie MedTech, Biotech und Life Science brauchen neue Mitarbeitende mehr als ein QM-Handbuch im PDF-Format, das sie sich aus dem Intranet oder dem Firmen-Wiki herunterladen. 

Kann man es anders machen? Spoiler, ja, kann man. Z.B. mit vier Maßnahmen, die wirken:

  • Humorvolle Willkommensrituale: Eine „Laborkittel-Übergabe mit Schleife“ bleibt mehr im Gedächtnis als jede Passwortliste.
  • Strukturierte Einarbeitung: Sicherheit schaffen statt Chaos produzieren. Niemand möchte sich durch 87 Ordner wühlen, bevor er weiß, wo die Kaffeemaschine steht oder wer der Ansprechpartner für sein neues Projekt ist.
  • Führungskräfte, die Präsenz zeigen: Ein freundliches „Guten Morgen, alles klar? Wenn du Fragen hast, komm einfach vorbei.“ zeigt „Du bist hier wichtig“ und wirkt stärker als jede Motivationsmail.
  • Ein fester Ansprechpartner macht den Unterschied: Er verhindert, dass neue Mitarbeitende sich in den ersten Tagen wie lost in space fühlen oder im Chaos unterzugehen..“

 

Denn Onboarding ist kein „nice to have“, es ist das entscheidende zweite Date. Recruiting bringt die Talente ins Haus. Onboarding sorgt dafür, dass sie auch bleiben.

Und am Ende gilt: Ein gelungenes Onboarding spart Fluktuation, Kollegen jede Menge Nerven und dem Unternehmen ziemlich viel Geld.

Jetzt sind Sie dran: Was war Ihr bestes (oder schlimmstes) Onboarding-Erlebnis?

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📞 0160 5860063
Recruiting mit Herz, Hirn und Humor. Klingt gut? Finden wir auch.
Wir freuen uns auf Ihr Projekt.


Anmerkung:
Ich werde in meinen Texten immer nur EINE Variante des Genderns verwenden. Entweder weiblich oder männlich. Ich möchte hier der Vollständigkeit halber erwähnen, dass sich explizit immer ALLE Geschlechter angesprochen fühlen dürfen. Trotzdem oder gerade deswegen.